Eomtionsweltbegreifbildung

Bildung, Emotionen und die Welt begreifen. Klingt selbstverständlich, aber das inflationär in Verwendung befindliche Zitat, dass man für’s Leben lernt, zeigt deutlich Handlungsbedarf. Die heutige Ausgabe von derStandard bearbeitet dies Thema mit einem kurzen Artikel, persönlich betrachtet ein kleiner aber gut gemeinter Versuch in den Wirren der politischen Ereignissen diesem Thema doch noch etwas Platz einzuräumen.

Der ORF hat es am Sonntag auch gut vorgelegt und in der Sendung “Panorama” einen zum Thema passenden Schwerpunkt zu zeigen. Konkret war es ein Rückblick in das Bildungswesen der 70er Jahre. Schnell erkennt man, dass man die heutigen AkteurInnen mit den damaligen austauschen kann. Was übrig bleibt ist der Inhalt, der sich seither nicht verändert hat. Fortschritt im Bildungsbereich gab es ja so gut wie keinen und man muss nicht mal bösartige Gedanken haben um sich die Aussage entlocken zu lassen, dass die Zustände sich verschlechtert haben.

Warum?

Weil sich die Welt um das Bildungssystem herum weiterentwickelt hat. Das System selbst blieb davon unberührt und wie man weiß bedeutet ein Stillstand in der heutigen Zeit ein realer Rückschritt. Im engeren sowie im weiteren privaten familiären Umfeld merkt man, dass sich in diesem Bereich etwas tut. Private Initiativen machen sich breit und zeigen vor, dass man aus altbekannten Systemen ausbrechen kann. Mehr Emotionen in die Bildungsinhalte, weniger Notendruck, Miteinander statt Wettbewerb in den Mittelpunkt und freieres Handhaben von bildungsrelevanten Themen. Der bittere Nachgeschmack folgt recht schnell, wenn man merkt, dass diese Einrichtungen teils wenig bis gar nicht aus öffentlicher Hand unterstützt werden. Damit erscheint der Weg in eine Mehrklassengesellschaft vorprogrammiert. Jene, welche Heute den Bonus besitzen, Eltern zu haben, welche Kapital und Bildung mitbringen dürfen die Zukunft und deren Herausforderungen besser verstehen und bearbeiten.

Eine emotional orientierte Form der Pädagogik, welche Inklusion und Wertevermittlung im Mittelpunkt könnte zumindest einen positiven Nebeneffekt haben. Dass sich jene, welche diesen Bonus ausleben durften, bereit sind in Zukunft mit allen anderen zu teilen. Dieses optimistische Weltbild erscheint in der Gegenwart wenig Chancen zu haben, unwahrscheinlich bleibt es nicht. Vor allem weil andere Staaten – auch in Europa – vorzeigen, dass es geht. Der Weg dort war auch ein weiter und steiniger, wenn man dies auf die Situation hierzulande abbildet dann blickt man auf einen noch länger wirkenden Weg.

Darum, darüber reden und Lehrerschaft, Eltern, Gewerkschaft und Ministerium klar machen, dass der Handlungsbedarf gestern schon mit “dringlich” gekennzeichnet war.

Links

http://lehrerinnenbildung.univie.ac.at/aktuelles/news-liste/article/symposium-paedagogik-der-achtsamkeit-1/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=78007&cHash=7b7302649018e9e45a978428451a0d09

http://tvthek.orf.at/profile/Panorama/2226649/Panorama-Geschichten-aus-der-Schule/13929962/1977-Schule-ohne-Angst/14048645

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