Existenzsicherungsgedanken

Was wäre wenn … diese magischen drei Worte finden sich in vielen Zusammenhängen. In den letzten Jahren ist diese Frage in Zusammenhang mit einer Existenzsicherung, besser gesagt “Bedingungsloses Grundeinkommen” gesellschaftlich nicht mehr wegzudenken. Das Magazin “The Atlantic” hat sich schon im Jahr 2015 diesem Thema gewidmet und damalige zeitlos wirkende Erkenntnisse – über den Tellerrand blickend – zusammengefasst. 1

Viel wurde zwischenzeitlich darüber diskutiert, in Europa aber auch in anderen Ländern dieser Welt. Vermehrt nehmen politische Vertreter diese Idee in ihre Programme auf, zumindest in Diskussionen und Gesprächen mit ExpertInnen. Studien unterschiedlichster Ausprägung verweisen auf Experimente aus den verschiedensten Ländern. Ihnen allen ist eines gemeinsam – sie haben sich mit Kleingruppen, bzw. Menschen in besonderen Lebensverhältnissen gewidmet. Entweder waren diese Menschen arbeits- oder beschäftigungslos oder lebten in betroffenen Regionen. Der Film “Free Lunch Society” 2 hat deren Inhalte und auch deren Ergebnisse in übersichtlicher und sehr verständlicher Form aufbereitet. Trotzdem bleiben Skeptiker dabei, dass die Idee utopisch und nicht zu finanzieren ist.

Was gilt es also zu tun? Sollen wir dieses Gedankenkonstrukt weiter verfolgen? Kann man das überhaupt finanzieren? Wie groß sind die Auswirkungen der Digitalisierung wirklich?

Many experts believe that, unlike in the 20th century, people in this century will not be able to stay one step ahead of automation through education and the occasional skills upgrade. A recent study from Oxford University warns that 47 percent of all existing jobs are susceptible to automation within the next two decades. Worries about robots replacing human labor are showing up more frequently in the mainstream media, including the front page of The Wall Street Journal. Recent books, such as The Second Machine Age and Who Owns the Future, predict that when it comes to robots and labor, this time is different.
– The Atlantic, What if (May, 2015)

Persönlich betrachtet – niemand kann die Zukunft vorhersehen, die Studien kommen zu unterschiedlichsten Ergebnissen und die Skeptiker sind laut. Damit bleibt die dystopisch wirkende Vision, dass diese Idee ihre Umsetzung nach einem wirtschaftlichen Zusammenbruch ihre Umsetzung finden wird. Und doch waren die Zeichen bzw. die Rahmenbedinungen nie besser, es zumindest in Regionen, Ländern umzusetzen.

  • Ernährung: Aufgrund von technologischen und wissenschaftlichen Methoden zur Effizienzsteigerung können wir die BewohnerInnen dieses Planeten tagtäglich mehrfach ernähren. Bei der Optimierung von logistischen Versorgungswegen, verstärkte Fokussierung auf regionale Produkte, stärkeres Bewusstsein in Bezug auf Ernährungsformen und klare Kenntnis über den eigenen Bedarf ist noch ausreichend Freiraum vorhanden. Hungersnöte sind lösbar, heute mehr denn je. 3
  • Energieversorgung: Gerade hier zeigt sich in Bereichen der Energiegewinnung und der -speicherung, dass die Menschen sich zukünftig selbst versorgen können. Der langjährig vorangetriebene Fokus auf erneuerbare Energie macht dies möglich.
  • Bildung: In unserer Heute stark vernetzten Zeit können wir von nahezu überall auf digitale Wissensquellen zugreifen. Weder der Weg in eine Bibiothek, eine Universität oder einfach in ein Buchgeschäft erscheint notwendig. Damit entstehen unzählige Möglichkeiten für eine Gesellschaft, lebenslanges Lernen ist nur eine von Vielen.

Wenn man verschiedensten sozialen Medien Glauben schenken darf dann wird “Wohnen” in Zukunft kleiner, optimaler und kostengünstiger werden. All diese Faktoren in einen Topf werfen und im Detail betrachten erscheint aus aktueller Sicht mehr als zielführen. Mit einer gesunden Portion Optimismus betrachtet erscheinen diese als ideale Rahmenbedingungen für eine Zukunft. Besonders jene, in welcher uns keine Veränderung, egal wie umfangreich die technologischen Auswirkungen auf unsere berufliche Landschaft auch sein mögen, das Leben schwer machen könnte.

Darum, ein bedingungsloses Grundeinkommen erscheint immer weniger als utopische Idee, mehr ein Schritt in der Evolution zu einer Gesellschaft, in welcher Neid einem Miteinander weichen darf. Denn – wenn jede Person grundsätzlich eine Existenzsicherung in gleicher Höhe erhält, dann hat man auch eine Basis für Gleichbehandlung geschaffung. Unabhängig von Geschlecht, Kultur oder Herkunft.

Es bleibt spannend, wenn die Geschwindigkeit der Veränderungen anhält, dann wird man es noch vor Mitte dieses Jahrhunderts erleben.

  1. The Atlantic, siehe https://www.theatlantic.com/business/archive/2015/05/what-if-everybody-didnt-have-to-work-to-get-paid/393428/?utm_source=atlfb
  2. IMdB, Free Lunch Society, siehe http://www.imdb.com/title/tt6690458/
  3. Siehe http://www.fao.org/statistics/en/
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